Im Rahmen der TourNatur in Düsseldorf gab es dieses Jahr eine spannende Vortragsreihe zum Thema "Wandern 4.0". Unter anderem hat Stefan Fredlmeier, Tourismusdirektor von Füssen, erzählt, wie sich die Freizeitaktivität "Wandern" im Laufe der Jahre entwickelt hat. Aus Sicht der Anbieter (Regionen, Gastgeber und Reiseveranstalter) und aus Sicht der Nachfragenden (Wanderer). 

TourNatur

Wandern 1.0
In der Mitte des 19. Jahrhunderts wird wird befreit und ohne einen bestimmten Zweck oder ein vorgegebenes Ziel gewandert. Man möchte einfach die Natur erleben und draußen sein. Erste Wandervereine werden gegründet. Anbieter für Wanderreisen gibt es zu der Zeit nur vereinzelt. Die Tourismusindustrie rund ums Wandern ensteht langsam

Wandern 2.0
In dieser Zeit steht das gemeinsame Erleben im Vordergrund. Wandern wird zur Ideologie und man möchte in der Gruppe die Freiheit genießen. Die ersten Wanderregionen werden erschlossen und Wegenetze entstehen. Im Wandertourismus steht Quantität an erster Stelle. Die Regionen werben beispielsweise mit "750 Kilometern markierter Wanderwege" und "Über 30 Hotels am Rand des xy-Weges".

Wandern 3.0
Jetzt steht die Qualität im Vordergrund. Sowohl bei den Wanderern als auch bei den Bemühungen der Anbieter. Bewertungskriterien werden ausgearbeitet und zertifizierte Qualitäts- und Premiumwege entstehen. Auch die Regionen und Gastgeber stehen auf dem Prüfstand und legen viel Wert darauf, ihre Leistungen und Services auszubauen und zu erhalten.

Wandern 4.0
Aktuell erleben wir mit, wie sich das Thema Wandern wieder neu ausrichtet. Es geht ein bisschen weg von der reinen Qualität und hin zum ganzheitlichen Erlebnis. Die Wanderer möchten ihre individuellen Sehnsüchte erfüllt bekommen und die Gastgeber geben sich alle Mühe, einen Wanderurlaub zu einem Erlebnis zu machen.

Wie das genau aussehen wird und wie die Regionen und Gastgeber auf den neuen Trend reagieren, wird sich zeigen.