Eine Reise in die deutsche kaiserliche Vergangenheit

 

Busfahrt nach Haus Doorn und Arnheim/Niederlande am 27.06.2015

 

"Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wieder haben", so hätte man diesen Bericht in Anlehnung an das gleichnamige Lied auch überschreiben können, führte uns die Fahrt doch in die Exilresidenz des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. Aber nein, zurück haben wollen wir ihn nicht wirklich, dafür wäre es ohnehin zu spät.


Ziel unserer diesjähigen Bustour waren wieder einmal die Niederlande und diesmal das Haus Doorn in der Provinz Utrecht. In diesem kleinen Schloss, heute ein Museum, hat der letzte deutsche Kaiser von 1919 bis zu seinem Tod im Jahre 1941 im Exil gelebt. Als eigentlicher Verlierer des Ersten Weltkriegs verbrachte er seine Tage hier mit seiner ersten und zweiten Frau ausgesprochen angenehm und standesgemäß. Umgeben von Erinnerungen, hielt das Kaiserpaar Hof und erwartete die Wiedergeburt der deutschen Monarchie. Vergeblich. Bekanntermaßen nahm die deutsche Geschichte ab 1933 einen völlig anderen Verlauf. Manch einer von uns Wanderfreunden wurde während der Besichtigung sehr nachdenklich, war während des kaiserlichen Exils in den gastfreundlichen Niederlanden vielleicht gerade geboren oder kam in die Schule...


Nach dem Mittagessen in Arnheim bestand noch Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.

 

Hier geht es zu den Fotos.


Ein rundum gelungener Tag, dank unserer umtriebigen Organisatoren Ingeborg Hartig und Gisela Plempe.


An dieser Stelle sei angemerkt, dass wir vom Eifelverein Düsseldorf ständig bemüht sind, neben unseren Wanderungen auch geschichtliche und kulturelle Themen aufzugreifen und entsprechende Angebote zu machen. Dazu sind wir aber auf die Mithilfe und das Know-how aus unserer Mitte, von Ihnen, unseren Wanderfreunden, angewiesen. Um sich hier einzubringen, müssen Sie weder dem Vorstand angehören noch Wanderführer sein. Wir möchten Sie ermuntern und Sie herzlich bitten, sich hier mit Rat und Tat zu beteiligen.


Gottseidank haben wir im Düsseldorfer Eifelverein noch ein paar engagierte, ideenreiche Mitstreiter. Das ist gut, aber es könnte noch besser sein. In anderen Ortsgruppen ist die Lage weniger erfreulich als bei uns, manchmal sogar verzweifelt. Dort wollen immer weniger Wanderfreunde Initiative und Verantwortung übernehmen. Wir hören auch, dass traditionsreiche Ortsgruppen des Eifelvereins ganz geschlossen werden müssen, weil sie keinen Vorstand mehr haben und ihre Aktivitäten gegen Null streben.


So nicht bei uns!


Also, liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreude: Frisch auf, es gibt viel Sinnvolles zu tun!


Dietrich Sänger